Nabend!
Tja, der Tag heute war noch richtig aufregend.
Da hab ich mich heute grad noch bei Jonas amüsiert, wie ätzend es doch manchmal in den Öffentlichen sein kann... und dann passiert mir selbst was äußert unangenehmes.
Zunächst mal das Gute: Janis geht es sehr viel besser. Wir waren wie bestellt heute wieder zur Kontrolle bei der Kinderärztin. Auf dem Weg dahin hatte ich meine super Begegnung im Bus.
Zunächst mal gab es schon Gepöbel mit einem Fahrgast der Ausstieg, als ich mit Janis einstieg. Und genau der versoffene olle Sack, der gerade das Gepöbel hatte, fasst einfach so mal eben Janis an. Er hat ihr nichts getan, trotzdem war meine Reaktion halt prompt und deutlich: Er soll mein Kind nicht anfassen. "Ach, noch so eine Verrückte" - schon ging das Gewitter los. Meine Reaktion war klar, laut und deutlich: "Lassen Sie uns in Ruhe!" und weiter: "Sie riechen nach Alkohol. Lassen Sie uns in Ruhe oder ich muss mich an den Busfahrer wenden." Erst mal war das erfolgreich, der Pöbler schimpfte vor sich hin, lies uns aber in Frieden. Natürlich nicht lange. Nach ein paar Haltestellen ging es wieder los. Ich machte wieder laut und klar deutlich, dass ich in Ruhe gelassen werden will. Mehr musste ich auch gar nicht mehr machen. Der Busfahrer wurde stinksauer, hat die Fahrt unterbrochen und dem Typen sowas von die Meinung gesagt. Und ihm erklärt, dass er an der nächsten Haltestelle raus muss, dass er nach § 6 sowieso kein Recht hat Bus zu fahren, da er alkoholisiert ist.
Nun ja, der Assi meinte dann, er würde sich nicht rausschmeißen lassen. Also fuhr der Busfahrer bis zur nächsten Haltestelle und rief die Polizei.
Ich hab recht bald Janis so weit ich konnte von dem Typen weggestellt und mich so vor ihren Buggy plaziert, dass der Typ mich erst mal hätte wegklatschen müssen, ehe er die Chance gehabt hätte, seinen Frust an Janis auslassen. Das muss ich wirklich sagen, ändert sich enorm mit Kindern: Man wird verdammt angreifbar. Ich hatte ziemlich große Angst um meine Kleine.
Die Polizei war netterweise sehr schnell da und der besoffene Trottel wurde recht klein mit Hut, als die Polizisten von zwei Seiten auf ihn zu kamen und sich dabei schon mal die Handschuhe anzogen. Psychologisch sehr geschicktes Vorgehen, fand ich, denn das Anziehen der Handschuhe hatte etwas richtig bedrohliches. Er ist dann brav ausgestiegen und hat sich seinen Anschiss abgeholt.
Ich hab mich bei dem Busfahrer mehrfach bedankt, weil ich so ein couragiertes Verhalten gar nicht erwartet hätte. Der hat wirklich seinen Job sehr, sehr gut gemacht!
Nun ja, danach gab es ja gottseidank gute Nachrichten bei unserer Kinderärztin, mein Freund hatte sich vorher schon mal gemeldet und mitgeteilt, dass eine für ihn sehr wichtige Klausur heute gut gelaufen ist. Ich hatte noch einen weiteren Arzttermin, hab mich da aber nicht wirklich hingetraut, da ich mich nicht erinnern konnte, den Sterilisator (für die Schnuller die Janis plötzlich wieder dauernd im Mund hat, kaum, dass sie mal krank ist) ausgemacht zu haben. Also stand ich vor der Wahl: Heimfahren oder den Liebsten um Hilfe bitten. Und das Gute ist: Er ist zu mir gefahren und hat den Sterilisator ausgemacht (den hatte ich tatsächlich noch an!) und mich nach meinem Arzttermin in der Stadt getroffen, mir bei Starbucks einen Kaffee und einen RIESENKeks ausgegeben, ist ein bisschen mit uns geschlendert und hat tapfer Janis geschleppt... ein schöner Abend wurde das noch und den Schrecken hab ich deshalb schon ganz gut verdrängt.
Mittwoch, März 07, 2007
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