Mittwoch, März 07, 2007

Kann man gleichzeitig in- und extrovertiert sein?

Ich stelle mir gerade die Frage, ob ich eigentlich in- oder extrovertiert bin. Die meisten würden garantiert sofort extrovertiert sagen, weil ich viel auf die Leute zugehe, mich hier in dem Blog sehr offen lege usw.
Was viele aber glaub ich nicht so ahnen würden: Ich bin wahnsinnig gerne alleine. Ich merk es jetzt grad ganz besonders. Seit Freitag hab ich keinen Moment mehr für mich gehabt. Jetzt bin ich total erschöpft und ich weiß, dass ich eigentlich zig Leute mal anrufen, ihnen mailen müsste usw. Und das nicht erst seit Janis krank ist. Das eine Problem daran ist die Zeit. Ich hab einfach nicht genug. Das andere Problem ist mein Ruhebedürfnis. Ich hab ein riesen Bedürfnis danach einfach für mich zu sein und vor mich hin zu wurschteln.
Ich hab noch nie verstanden wie andere sich alleine langweilen können. Ich hab eigentlich immer irgendwas zu tun, arbeite an irgendwas usw. Und seit es Rechner gibt kann ich sowieso endlos Zeit vertrödeln, die ich eigentlich nicht hab. Ich neige auch dazu, mich in Dingen zu verzetteln...

... aber es gibt es auch - sehr häufig - dass ich - obwohl ich die Leute mag - einfach keinen Bock hab zu Telefonieren (gut, die Zeit spielt auch da die Rolle - es macht einfach keinen Spaß unter Zeitdruck ein persönliches Gespräch führen zu wollen). Weil ich eben einfach grad meine Ruhe will.

Und ich war gerade auch als Jugendliche in den Heimen immer eine, die dadurch auffiel, dass sie sich häufig in ihr Zimmer zurückgezogen hat, obwohl sie beliebt war. Hättet Ihr das für Möglich gehalten?

Kommentare zu diesem Thema sind ausdrücklich erwünscht.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mh, irgendwie kommt mir das mal wieder bekannt vor.
Ich hab auch oft das Bedürfnis das ich wenn ich dann die Möglichkeit habe, auch lieber alleine sein möchte und einfach nur mir selbst versplichtend Dinge machen kann.
Ich versteh dich da sehr gut!

Alex hat gesagt…

Kenne ich auch... ich denke es ist die Maske die wir in der Öffentlichkeit tragen und die Person, die sich hinter der Maske versteckt. Ab und an wird die Maske zu schwer und man zieht sich in seine Höhle zurück...